28. März 2025
Parodontitis und Alzheimer

Parodontitis und Alzheimer: Neue Erkenntnisse zur Verbindung zwischen Mundgesundheit und Demenz
Die Mundgesundheit beeinflusst nicht nur unser Lächeln, sondern auch unsere allgemeine Gesundheit. Aktuelle Forschungen legen nahe, dass eine unbehandelte Parodontitis – eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates – das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer erhöhen kann. 
Was ist Parodontitis?
Parodontitis ist eine bakterielle Infektion, die das Zahnfleisch und den Kieferknochen betrifft. Unbehandelt führt sie zum Abbau des Zahnhalteapparates und letztendlich zum Zahnverlust. Symptome sind Zahnfleischbluten, -rückgang und Mundgeruch.
Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Alzheimer
Studien zeigen, dass die Bakterien, die Parodontitis verursachen, insbesondere Porphyromonas gingivalis, im Gehirn von Alzheimer-Patienten nachgewiesen wurden. Diese Bakterien könnten über den Blutkreislauf oder Nervenbahnen ins Gehirn gelangen und dort Entzündungsprozesse fördern, die zur Bildung von Alzheimer-Plaques beitragen.  
Aktuelle Forschungsergebnisse
• Universität Greifswald: Eine Studie bestätigte, dass Patienten mit Zahnfleischerkrankungen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Alzheimer haben. 
• Forsyth Institute: Forschungen legen nahe, dass eine wirksame Kontrolle von Zahnfleischerkrankungen helfen könnte, das Alzheimer-Risiko zu reduzieren.
Prävention: Warum Mundhygiene entscheidend ist
Eine gründliche Mundhygiene kann nicht nur Zahnverlust verhindern, sondern möglicherweise auch das Risiko für Demenzerkrankungen reduzieren. Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnseide und professionelle Zahnreinigungen sind essenziell, um Parodontitis vorzubeugen.
Fazit
Die Verbindung zwischen Parodontitis und Alzheimer unterstreicht die Bedeutung der Mundgesundheit für das gesamte Wohlbefinden. Durch regelmäßige Zahnarztbesuche und konsequente Mundhygiene können wir nicht nur unser Lächeln erhalten, sondern möglicherweise auch unser Gehirn schützen.